Das Excel BWA-Tool erlaubt die Planung von insgesamt bis zu 3 Jahren auf monatlicher Basis. Die Eingabefelder zur BWA- bzw. GuV-Planung finden Sie auf dem Blatt „BWA Plan“. Dabei ist das erste Planjahr immer das von ihnen auf dem Blatt "Annahmen" vorgegebene aktuelle Geschäftsjahr. Aus diesem Grunde sollte nach Eingabe von Planwerten diese Einstellung nicht mehr verändert werden. Falls doch, z.B. im Folgejahr, dann sind die Plandaten entsprechend zu korrigieren/verschieben, weil sich nur die Zeitleiste im Tool ändert.
Im Folgenden finden Sie Hinweise zu ausgewählten Planpositionen. Die Mehrzahl der Positionen im Tool sollte selbsterklärend sein.
![]() | Methoden der Umsatzplanung |
![]() | Planung von Material- und Wareneinsatz bzw. -einkauf |
Sowohl die Planung des Materialeinkaufs für produzierende Unternehmen, wie auch die Planung des Wareneinkaufs für Handelsunternehmen sind genau so aufgebaut, wie oben bei der Umsatzplanung beschrieben. D.h. Sie haben neben der Möglichkeit zur Direkteingabe auch die Möglichkeit, diese Aufwände als (Einkaufs-)Preis x Menge zu planen. Die Mengen sind dabei bereits fertig verlinkt und werden von oben aus der Umsatzplanung gezogen. Sollten dort Anpassungen i.S.v. neuen Blöcken eingefügt werden, müssen diese sinnvollerweise auch hier nachgezogen werden. Der "Materialeinkauf für Bestandserhöhungen", also der Teil des Materials- bzw. der Waren der ins Lager geht, muss/darf hier nicht manuell geplant werden. Dieser Wert ergibt sich automatisch aus der Bilanzplanung und ist hier bereits verlinkt. Gleiches gilt weiter oben für die "Bestandsveränderungen", die ebenfalls aus der Bilanzplanung kommen.
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Um ihnen die Personalkostenplanung zu vereinfachen und diese möglichst transparent und flexibel zu gestalten, besteht die Möglichkeit einzelne Mitarbeiter/Stellen auf monatlicher Basis planen zu können. Dies können individuelle Personen sein, FTE (= Vollzeitäquivalente) oder aber Stellen mit gleichem Verdienst, für die dann mehrere FTE geplant werden können. Im Grunde lassen sich innerhalb der Personalplanung vier Bereiche unterscheiden: 1. Die Personaleinsatzplanung, d.h. Verfügbarkeit und Anzahl der einzelnen Mitarbeiter/Stellen in jedem Monat 2. Brutto-Lohn/Gehalt pro Mitarbeiter u. Monat 3. Soziale Abgaben (Lohnnebenkosten) pro Mitarbeiter u. Monat 4. Sonstige Personalkosten Im Block "Löhne / Gehälter" wird nur dann ein Wert ausgewiesen, wenn auch im entsprechenden Monat bei "Mitarbeiter / Stelle" ein Eintrag (ungleich Null) vorgenommen wurde. D.h. Sie können die Eingaben im Block "Brutto-Gehalt je Mitarbeiter" einfach in alle Eingabezellen kopieren, da diese nur in Verbindung mit einer Anzahl weiter oben zu Aufwand führen. Die Sozialen Abgaben (Lohnnebenkosten) lassen sich schnell und einfach über die Eingabe eines %-satzes auf den Bruttolohn bzw. das Bruttogehalt planen. Wollen Sie individuelle Zahlen vorgeben, die ggf. über die Jahre steigen, müssen Sie die Formeln in den Einzelmonaten (alos ab Spalte I) mit ihren Eingabewerten überschreiben. Dies wird aber nur erfahrenen Anwendern empfohlen, da Eingriffe in das Tool schnell zu Inkosistenzen und damit Fehlern führen können. Die "Sonstigen Personalkosten" können einfach absolut geplant werden. Hierzu zählen bspw. Fortbildungskoten, Kosten für die Personalbeschaffung/Rekrutierung, Berufsgenossenschaft, Fahrtgeldzuschüsse, Weihnachts- oder Urlaubsgeld etc. An dieser Stelle können Sie problemlos weitere Zeilen einfügen, achten Sie aber darauf, dass diese in der entsprechendn Zwischensumme enthalten sind. Also nie oberhalb der Summenzeile sondern immer oberhalb der letzen Eingabezeile einfügen. |
Für jede der im Tool integrierten Positionen wie bspw. Raumkosten, Versicherungen/Gebühren etc. sind bereits 3 Eingabezeilen vorbereitet. Falls diese ihnen nicht ausreichen, fügen Sie einfach weitere ein (oberhalb der letzten Eingabezeile, anschließend Formeln und Formate in neue Zeilen kopieren). Die Blöcke sind alle identisch aufgebaut. Eine Planung der Abschreibungen ist hier nicht erforderlich/möglich, da diese automatisch aus der Bilanzplanung übernommen werden. |
Grundsätzlich wird der Stand der Bankkonten (bzw. der Kasse) bei den IST-Daten über den Import der SuSa-Daten ermittelt und bei den Plan-Daten auf Basis der geplanten Erträge und Aufwände mit den damit zusammenhängenden Zahlungszielen berechnet. Durch Vergleich der Stände über die Monate ergibt sich dann der jeweilige Cashflow als Delta aus Monatsanfangs- und -endstand. Zur Verprobung wird im BWA-Tool das Periodenergebnis aus der BWA (= GuV) auch nochmal um alle nicht liquiditätswirksamen Positionen korrigiert, was natürlich zum gleichen Cashflow führen muss. Da einige Korrekturen automatisch über die jeweiligen bilanziellen Veränderungen ermittelt werden, kann es in seltenen Spezialfällen erforderlich sein, dass in der Zeile "+/- Nicht liquiditätswirksame Bilanzveränderungen" manuelle Korrekturen durchgeführt werden müssen, so dass wieder das gleiche Ergebnis wie beim Import der SuSa-Daten erzielt wird. Mögliche Sachverhalte für eine erforderliche Korrektur können sein: •Gewinn/Verlust beim Abgang (Verkauf) von Anlagevermögen •Umbewertung von Vorräten (stille Reserven) •Erträge aus Auflösung (nicht Inanspruchnahme) von Rückstellungen •Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (z.B. AfA auf aktiviertes Disagio) Diese (manuelle) Korrekturzeile gibt es in gleicher Form auch auf dem Blatt "BWA IST", obwohl es sich dort streng genommen um ein reines Berechnungsblatt handelt (=> graue statt gelbe Registerfarbe). Da die Korrekturnotwendigkeit allerdings äußerst selten ist, wurde hier bewusst von der allgemeinen Logik abgewichen.
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