Kalkulatorsiche Kosten nur als Nebenrechnung

Das BWA-Tool kann kalkulatorische Kosten (z. B. Unternehmerlohn, Miete, Zinsen) berücksichtigen.

WICHTIG: Sie laufen ausschließlich als Nebenrechnung und sind nicht ergebniswirksam, d.h. „Ergebnis vor Steuern", „Periodenergebnis" und auch der Cashflow bleiben unverändert (= zahlungsunwirksam).

Die Berücksichtigung ist optional; wer nicht damit arbeitet, lässt die Felder einfach leer (= Wert 0).

In der Planung (Blatt "BWA Plan" stehen fünf feste Kostenarten bereit: kalkulatorischer Unternehmerlohn, Miete/Pacht, Zinsen, Abschreibungen, Wagnisse. Tragen Sie die geplanten Monatsbeträge (positiv) in die Eingabezellen der Planjahre ein. Darunter werden automatisch die „Summe kalkulatorische Kosten" und das nachrichtliche „Kalkulatorische Betriebsergebnis" gebildet und ausgewiesen.

Im IST (Blätter "SKR-03", "SKR-04" und "BWA IST") buchen Sie kalkulatorische Kosten auf die dafür vorgesehenen Konten (SKR 03: 4990 - 4995, Gegenkonten 2890 - 2894; SKR 04: 6970 - 6979, Gegenkonten 6980 - 6988). Diese erscheinen dann im Blatt "BWA IST" nachrichtlich („Kalkulatorische Kosten (Nebenrechnung)") und fließen nicht in das Ergebnis ein.

 

Kennzahlen => Korrigiertes EBIT

Bei Personengesellschaften ist im Standard-EBIT kein Lohn für die mitarbeitenden Gesellschafter enthalten. Die Rentabilität wird dadurch zu günstig ausgewiesen und ist mit einer Kapitalgesellschaft nicht vergleichbar. Deshalb gibt es im Blatt "Kennzahlen" unter dem EBIT die Zeile "Bereinigtes EBIT (nach kalk. Kosten)". Die Rentabilitätskennzahlen (u. a. Gesamtkapital- und Eigenkapitalrentabilität, Umsatzrendite) rechnen mit diesem bereinigten Wert.

Empfehlung: Planen Sie insbesondere den kalkulatorischen Unternehmerlohn, um eine aussagekräftige, vergleichbare Rentabilität (bei der Kennzahlenermittlung) zu erhalten.

Bitte beachten:

Beträge (für die kalk. Kosten) immer als positive Werte erfassen bzw. eingeben.

Historische Jahre zeigen kalkulatorische Kosten nur, wenn sie tatsächlich gebucht wurden (also in den SuSa-Daten vorhanden sind). Die geplanten Werte wirken im aktuellen Jahr / in der Vorschau.

Beim Buchen im IST die erfolgsneutrale Gegenbuchung (Kosten- + Gegenkonto) verwenden, so bleibt auch die Finanzbuchhaltung neutral.

Die Bezeichnung der Position "Kalkulatorische Kosten (Nebenrechnung)" bzw. "Verrechnete kalk. Kosten" nicht umbenennen, da die Zuordnung der Konten genau über diesen Text erfolgt.