Das EFT PRO Sanierung & Restrukturierung ermöglicht eine umfassende Szenario-Planung und -Analyse, mit der sich zahlreiche Sanierungsmaßnahmen individuell einschalten bzw. abbilden lassen. Das Grundprinzip der Szenario- bzw. Maßnahmenplanung wird im Folgenden erläutert.
Im EFT PRO Sanierung & Restrukturierung folgt die Planung einem zweistufigen Ansatz. Im ersten Schritt werden bzw. sind sämtliche Sanierungsmaßnahmen/Szenarien deaktiviert und es wird eine vollständige integrierte Finanzplanung der aktuellen Unternehmenssituation erstellt – der sogenannte Base Case. Dieser sollte die Fortführung des Geschäftsbetriebs unter unveränderten Bedingungen abbilden und macht damit die bestehenden Problemfelder sichtbar: typischerweise Liquiditätsunterdeckungen, eine sich verschlechternde Ertragslage oder eine drohende Überschuldung. Aufbauend auf diesem Base Case können beliebige Szenarien, durch gezielte Planung einzelner Sanierungsmaßnahmen aktiviert werden. Jede Maßnahme lässt sich über einen eigenen Schalter ein- oder ausschalten. Die Auswirkungen jeder aktivierten Maßnahme werden sofort im gesamten Finanzmodell sichtbar – in Gewinn-und-Verlustrechnung, Liquiditätsplanung und Bilanz, jeweils auf Wochen- bzw. Monatsebene. Ziel ist es, eine Kombination von Maßnahmen umzusetzen, die bestehende Liquiditäts- und Überschuldungsprobleme nachhaltig beseitigt. |
Das EFT PRO Sanierung & Restrukturierung stellt aktuell über 70 verschiedene Schalter zur Verfügung, mit denen einzelne Sanierungsmaßnahmen aktiviert oder deaktiviert werden können. Die Maßnahmen decken die wesentlichen Ansätze der Sanierungs- und Restrukturierungspraxis ab und erstrecken sich über sämtliche Ebenen des integrierten Finanzmodells: von der Ertrags- und Kostenoptimierung in der GuV (Umsatz, Material-, Personal- und sbA sowie einmalige Restrukturierungskosten) über bilanzielle Maßnahmen auf der Aktiv- und Passivseite (Anlagenverkäufe, Working-Capital-Management, Wertberichtigungen, Kapitalmaßnahmen, Forderungsverzichte) bis hin zur Finanzierungsstruktur (Neuaufnahme von Darlehen, Anpassung der Kontokorrentlinie, Veränderung von Zahlungszielen).
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Das EFT PRO Sanierung & Restrukturierung ermöglicht eine automatische Quantifizierung des Effekts jeder einzelnen aktivierten Maßnahme – aufgeschlüsselt nach drei Dimensionen: Ergebniswirkung (GuV), Liquiditätswirkung (Netto-Cashflow) und bilanzielle Wirkung (Bilanzsumme). Die automatische Berechnung erfolgt schrittweise (auf dem Blatt "Maßnahmen"): Ausgangspunkt ist der Base Case ohne Sanierungsmaßnahmen, für den Ergebnis, Netto-Cashflow und Bilanzsumme je Planjahr erfasst werden. Anschließend werden alle aktivierten Maßnahmen kumulativ der Reihe nach eingeschaltet. Nach jeder Zuschaltung werden die drei Kenngrößen erneut ausgelesen und das jeweilige Delta zur vorherigen Stufe berechnet. Auf diese Weise wird der isolierte Beitrag jeder Maßnahme zum Gesamtsanierungseffekt transparent – einschließlich des zeitlichen Auseinanderfallens von Ergebnis- und Liquiditätswirkung. In der Praxis laufen Liquiditätseffekte den Ergebniseffekten häufig nach oder fallen geringer aus, etwa weil Abfindungszahlungen sofort liquiditätswirksam werden, die Personalkosteneinsparung aber erst nach Ablauf der Kündigungsfristen greift. Gerade bei akuten Liquiditätsengpässen ist diese differenzierte Sicht entscheidend, um sicherzustellen, dass die geplanten Maßnahmen nicht nur ergebnisseitig wirken, sondern die Zahlungsfähigkeit auch im richtigen Zeitfenster absichern. Die Auswahl der Maßnahmen und deren individuelle Planungsparameter können jederzeit verändert werden (siehe Nr. 1 in Screenshot). Die vollständige Neuberechnung der jeweiligen Auswirkungen erfolgt per Knopfdruck über ein entsprechendes Makro (siehe Nr. 4 in Screenshot). Eine ausführliche Beschreibung zur Maßnahmenplanung bzw. zur Quantifizierung dieser finden Sie in diesem Kapitel. |